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Facebook für Handwerker - Bringt´s das wirklich? |
Mit 18 Millionen Nutzern in Deutschland (Tendenz weiter steigend) ist Facebook die größte „Social-Community“. Es dauerte nicht lange, da schrien die ersten Marketingleute ab jetzt müsse jeder, ja wirklich jeder Betrieb auf Facebook sein, sonst könne er nicht mehr überleben. Doch man muss mal ganz ehrlich fragen: Kann man auf einer Plattform, auf der Menschen ihre Toilettengänge dokumentieren, überhaupt Neukunden generieren?
Pro: Der Empfehlungsfaktor
Ein klarer Facebook-Vorteil ist der Empfehlungsfaktor. Wenn ein Facebook-Nutzer Ihre Unternehmensseite „liked“, das heißt er klickt auf den „Gefällt mir“-Button, dann erscheint das auf der Pinnwand des Nutzers und alle Freunde des Nutzers können das sehen. In Deutschland hat jeder Facebook-Nutzer im Schnitt über 150 Freunde, sodass jeder Klick auf die Handwerker-Facebook-Seite für eine Vervielfachung sorgt, die wiederum neue Klicks generieren kann.
Contra: Freundesammler & gelangweilte
Um mal etwas polemisch zu werden: Uns sind Menschen mit 1.500 Freunden (so viele Leute muss man überhaupt erstmal kennen) und 500 Interessen irgendwie suspekt. Kleine Tests haben gezeigt, dass man, wenn man wildfremden Menschen Freundschaftsanfragen schickt fast 50%(!) Antworten bekommt. Das ist schön für notorische Freundesammler, heißt aber für Handwerker: Die Qualität der Fangemeinschaft muss in Frage gestellt werden. Konkret heißt das: Wie viele von 100 Fans sind tatsächlich an meinem Betrieb interessiert und lesen meine Nachrichten?
Pro: News schnell verbreiten
Bei unseren Tests mit der Facebook-Nutzung hat uns eines besonders gefallen: Wenn Sie an die Pinnwand Ihrer Unternehmensseite z.B. eine kurze News, einen Linktipp o.ä. posten, erscheint diese Meldung automatisch in den Neuigkeiten bei all Ihren Fans. Wer eine ausreichend große Fangemeinde hat, kann so sekundenschnell News und wichtige Infos verbreiten.
Contra: Haben Sie viel Freizeit?
Wie immer, wenn es um soziale Netzwerke geht, ist der Zeitfaktor wichtig. Nur, wenn Ihre Unternehmensseite regelmäßig neue Informationen enthält, bringt die Präsenz Ihnen auch etwas. Nur zeigt die Erfahrung, dass genau dafür im stressigen Alltag keine Zeit bleibt. Nutzen Sie Facebook also nur, wenn Sie mindestens einmal wöchentlich einen kurzen Beitrag schreiben und Ihre Seite zweimal wöchentlich kurz auf Neuigkeiten überprüfen können.
Pro: Günstige Werbung
Auch auf Facebook kann man – ähnlich wie bei Google AdWords – Werbung für sein Unternehmen schalten. Die Anzeigen sind regional eingrenzbar und auch auf Interessen, Geschlecht und Alter einzugrenzen. Die Klickkosten liegen dabei zwischen 40 – 80 Cent und somit etwas unter den Kosten bei Google. Allerdings muss man sagen, dass Google AdWords deutlich effektiver ist! Wer jetzt auf Facebook wirbt, kann die Gelegenheit nutzen jetzt noch zu bezahlbaren Preisen eine Fangemeinschaft für die eigene Handwerker-Facebookseite aufzubauen. Denn auch wenn man die Möglichkeit hat, Klicks auf seine externe Website zu leiten, werden diese in der Regel doch auf die Facebook-Seite Ihres Handwerksbetriebs geleitet. Positiv: Bei unseren Tests haben ca. 40% der Nutzer, die auf eine Anzeige geklickt haben, hinterher auch auf der Unternehmensseite auf „Gefällt mir“ geklickt.
Fazit zu Facebook für Handwerker:
Insgesamt stellt sich für uns weiterhin die Frage nach der Sinn- und Ernsthaftigkeit dieser Plattform. Viele User verfügen doch über recht fragwürdige Profile und veröffentlichen einen Haufen Unsinn. Nichts desto trotz ist es eine große, wachsende Plattform, die eine enorme Reichweite hat.
Für Handwerker lautet daher die Empfehlung: Wenn Sie als Handwerker keine Facebook-Seite haben ist das kein Beinbruch.
Wer sich als Handwerker aber jetzt schon auf Facebook positioniert hat einen enormen Vorsprung. Und dieser Vorteil kann sich später noch auszahlen.
Hier können Sie eine Anfrage für die Kosten der Erstellung einer Facebookseite stellen.
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